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![]() Gernot Frischling, Komiker, Tänzer, Choreograph, erhielt seine Ausbildung zum Fußballtorwart bei der Spielvereinigung Groß Bülten (0-15 gegen Union Gr. Ilsede, 0-18 gegen Viktoria Ölsburg), emigrierte daraufhin nach West-Berlin und wurde Pantomime und Tänzer.
Dieses tragische Schicksal inspirierte den Choreographen Hans Kresnik. Er engagierte Gernot Frischling für sein Choreographisches Theater als Schafhirte in seiner 1988er Adaption von Sophokles „Ödipus“. Seine expressive Darstellung des Hirten hinterließ bleibenden Eindruck, so avancierte er in der nächsten Produktion zu Andreas Bader, wurde König von Frankreich („King Lear“), Nazi-Scherge, beinahe Nietzsche und schließlich Ernst Jünger an der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz in Berlin. ![]() Doch da hatte er bereits beschlossen, Komiker zu werden. Honkel Boleski, Sir Burgh-Jones, Edward G. Hooligan, Professor Frischling, Lord of the Dance, Mr. McGuinnes und schließlich Max Faultier, hießen seither seine Rollen. Kurz bevor er in diesem Chaos (Umzüge, Texte, Tänze, Texte, Umzüge, einstürzende Bühnenpodeste Applaus, HÄ??? usw., usw.) völlig den Überblick zu verlieren drohte, trat Frau Dr. Kristine Keil an seine Seite... ![]() Kristine Keil, Schauspielerin, Tänzerin, geb. in Hoya, Weser, erhielt ihre Ausbildung zur Balletttänzerin, an der Heinz-Bosl-Stiftung bei Konstanze Vernon, kam über Engagements an der Wiener Staatsoper, beim Bayerischen Staatsballett, dem Saarländischen Staatstheater zum Choreografischen Theater unter Hans Kresnik. Ihr Repertoire reicht von Petipa bis Balanchine, von Kilian, und van Manen bis Neumeier, es umfasst also nahezu komplett das letzte Jahrhundert. Ende 2006 promovierte sie an der Freien Universität Havelland und ist seitdem Für Herrn Prof. Frischling eine unersättliche Stütze. Ihre Forschungen zu Thema Ball (Geschichte, Anatomie, Erotik und praktische Nutzanwendungen) sind ebenso bahnbrechend wie aufwühlend. Es heißt sogar, sie seien bereits im Gespräch, für den Havelländischen Luchgeist 2011 nominiert zu werden!!! Sehr zu empfehlen auch ihr Essay über Abriebverhalten von links getragenen Fußballstutzen, erschienen in der „Kicker-Woman“, Heft 3/ 1998. Zusammen erhellen sie seitdem die Welt des Tanzes ebenso, wie die Welt des Fußballs um erlesenes, gespieltes und getanztes Wissen, dessen Bedeutung auf gar keinen Fall unterschätzt werden sollte. Seit gut 100 Jahren muss z.B. ein Fußballfeld in Deutschland frei von Bäumen und Sträuchern sein. Man stelle sich nur die Auswüchse vor, wenn dieses Wissen verloren ginge... |
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